Der nunmehr vorliegende zwölfte Band des Schweizerischen Jahrbuchs
für Kirchenrecht enthält zu Beginn wie gewohnt die beiden Referate,
die auf der letzten Jahrestagung der Schweizerischen Vereinigung für
evangelisches Kirchenrecht gehalten wurden. Sie befassen sich zum einen
mit zivilreligiösen Aspekten der Neujahrsansprachen der schweizerischen
Bundespräsidenten und zum anderen mit theologischen Gedanken zur Öffentlichkeit
der Kirche (1). Weitere Beiträge sind dem kirchlichen Glockengeläut
gewidmet bzw. thematisieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Stellung
und Behandlung von Menschen, die der Kirche nicht (mehr) angehören.
Hingewiesen sei noch auf den Aufsatz „Nicht mit Schwert oder Feuer, sondern
nur mit Geduld und Gebet“, der an der Schnittstelle von Täuferforschung,
frühneuzeitlicher Rechtsgeschichte und Grundlagenfragen des Religionsverfassungsrechts
liegt. Wir freuen uns, dass das Jahrbuch damit einen Beitrag zum „Täuferjahr
2007“ aus spezifisch religionsrechtlicher Sicht beisteuern kann.
Der für die Rechtsprechungsübersicht wichtige Entscheid des
Bundesgerichts vom 16. November 2007 zum sog. modifizierten Kirchenaustritt
ist erst einige Monate später publiziert worden, so dass dieser Band
des Jahrbuchs mit einer gewissen Verzögerung gegenüber dem gewohnten
Termin erscheint.
Dieter Kraus
Anmerkungen:
(1) Siehe auch den Bericht zur Jahrestagung hinten S. 181 ff.
(2) Siehe mit Anmerkung im Rechtsprechungsteil hinten S. 169 ff.